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Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Schumacher

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Fashion Week • 08/07/2011
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Siems' Fashion Diary: DAY TWO

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Fashion Week • 07/07/2011

Tag zwei beginnt ebenso sonnig wie Day One. Das gestrige Abendoutfit ist allerdings noch nass von der Gartenparty bei Diesel, deren BBQ zum Schwimmkurs wurde. Aber, hey, zweimal tragen ist eh ein No-Go. Das Housewarming-Event des italienischen Jeanslabels vor der Show war dafür ein Riesenspaß. Wie eine Mode-WG erkundeten wir die liebevoll dekorierte Fabriketage, ehe es an den Catwalk ging.

Zuvor hatte Victoria Strehle bei Strenesse gleich drei Jahrzehnte gefeiert: Aus den 70ern, 80ern und 90ern rekrutierte sie ihre Sommermode für 2012. Auch andere Designer zitieren in der nächsten Saison vor allem diese Zeiten. Beispielsweise Dorothee Schumacher, der vor ihrer siebten Show bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Backstage die Aufregung immer noch anzumerken war. Sie brachte mit den Neon-Farben des Punk ihre frisch-feminine Kollektion zum Leuchten. Sportsweareinflüsse betonten, dass frau eigentlich jedes Teil sofort tragen könnte. Gut, das lange grellgelbe Tüllkleid, das Topmodel Luca Gadjus (so hübsch, so dünn!) vorführte, ist vielleicht doch nur was für Sonntags. Das Stricklabel Allude kam mit weniger Farben aus. Designerin Andrea Karg hielt sich an Elfenbein, Hellgrau und zartes Apricot. Ihre Kaschmirmode samt Stirnbändern empfiehlt sich diesmal vor allem für den Golf- und Tennisclub. Und auch zwei Männerentwürfe schmuggelte sie ein - Loungewear de luxe.

In einer kurzen Mittagspause schaue ich, einen Kokosdonut in der Hand (Anna Wintour möge mir verzeihen), kurz den Straßenkünstlern auf dem Pariser Platz zu. Akrobaten, Yoda, Mickey Maus und ein Indianer - die United Nations of Touri-Nepp.

Im Adlon zeigen mehrere ökologisch ambitionierte Modemarken ihre umweltfreundlichen Kollektionen im Rahmen des Green Showroom. In einer Salon-Atmosphäre, wie früher. Oder wie bei Tom Ford. Gott sei Dank gibt es Fächer auf den Plätzen, die Luft ist so schwül wie im Regenwald, der den Initiatoren sicher auch am Herzen liegt.

Rasch zu Rena Lange gehetzt, ein verlässliches Highlight jeder Fashion Week. Die Kollektion in Stichworten: Lebendige Farben, 90s Einflüsse - ein Jeansjacket mit Übergröße und Schulterpolstern! - und fantasievolle Bestickung aus Knöpfen, Halbedelsteinen und Pailletten. Ehe das Abendprogramm - Hugo! - beginnt, brauchen meine Augen Pause. Bis morgen.

Mary Scherpe von Stil in Berlin blickt auf den zweiten Tag der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin zurück

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Fashion Week • 20/01/2012


Ich kehre gerade von zwölf Stunden Modemarathon aus dem Zelt zurück - heute war der für mich geschäftigste Tag. Ich startete mit der Schau des Labels Schumacher, deren tragbare Mode und laute Musik mich langsam aus dem Halbschlaf rissen.

In der Mischung von schwerem Strick und Lurexstoffen, Oversized Pullovern mit engen Glitzerleggins lag dieses Mal der für mich interessanteste Schwerpunkt der Mannheimer.

Dorothee Schumacher genoss den Applaus am Ende der Schau sichtlich, die Selbst-inszenierung der Designer unterscheidet sich dabei deutlich - einige stecken nur kurz den Kopf hinter den Kulissen hervor, andere wiederum laufen zusammen mit den Modellen den Laufsteg herunter. Es ist jedes Mal spannend, wie die Entscheidung ausfallen wird.

Von da ging es für mich hinter die Kulissen der Modemaschine zum Label Kaviar Gauche, die ihre Brautkollektion zeigten. Aufwendige Verzierungen mit großen, geschichteten Steinen kehren in den fast ausschließlich weißen Kleidern immer wieder.

Genauso wieder der plissierte, transparente Rock, den ich für meinen Geschmack schon zu häufig gesehen habe.

Mit den aufwendigen Entwürfen assoziierte ich sofort eine Braut, die an ihrem Hochzeitstag am liebsten eine ätherische Göttin sein will - keine schlechte Vorstellung, wenn man diese wie Kaviar Gauche mit metallenen Gürteln und scharf geschnittenen Blazern wieder auf den Boden der Tatsachen holt.


Geschwind fuhr ich danach zur Gemäldegalerie am Kulturforum, in dessen Wandelhalle die Schau von Hugo Boss statt fand, die stets eine der aufwendigsten und professionellsten ist.

Auch wenn die zackigen Entwürfe für Frauen selten meinen Nerv trafen, überzeugte mich doch die Männerkollektion.

Hugo Boss greift gern auf die weltbekanntesten Modelle zurück und so wurde die Schau von Karlie Kloss eröffnet, die sofort allen zeigte, wie man zu laufen hat.

Nach einem kurzen Abstecher auf die wunderbar dekorierte Messe SEEK auf dem Gelände der Premium ging es für mich zurück zum Zelt zur Präsentation von Sissi Goetze.

Deren strenge Männermode wurde im Studio an stillstehenden Modellen gezeigt.

Den Abschluss meines Tages bildete die Schau von Hien Le, dessen Entwürfe ich nun endlich fertig gestellt und gestylt sah.


Das Zelt ist leer, die Schauen vorbei. Nach so vielen Stunden voller neuer Eindrücke, neuer Entwürfe und Entdeckungen heißt es für mich nun erstmal Gute Nacht! Morgen ist ein neuer Tag, an dem nun auch endlich Vladimir Karaleev seine neue Kollektion zeigen wird!


Tag Zwei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Der Tagesreport unseres Gastbloggers Siems von Nahtlos

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Fashion Week • 19/01/2012

Tag Zwei im Modezelt am Brandenburger Tor. Manche Augen mussten sich erst einmal an die Helligkeit gewöhnen - Vogue und Mercedes-Benz hatten am Vorabend ins Borchardt geladen, und auch bei Joop! in der Münzstraße war noch bis zum Morgengrauen gefeiert worden. Berlin verpflichtet.

Von Müdigkeit war vor der Schumacher-Show Backstage nichts zu spüren. Zur Fantasie-Arie "The Diva Dance" aus dem Film "Das 5. Element" liefen die Models eine Generalprobe. Der Detailreichtum der Kollektion erschloss sich unangezogen und beim Close-up auf dem Bügel weit mehr als im gleißenden Scheinwerferlicht. Kaum ein Material, das Designerin Dorothee Schumacher nicht in ihr Repertoire aufgenommen hatte - viel zu entdecken, noch mehr zu erfühlen. Ein besonderer Blickfang bei der anschließenden Show: Topmodel Luca Gadjus mit einer kiwigrünen Pelzkappe - und Teile der schmiede-neuen Haute-Joallerie-Kollektion von Schumacher.

Viel Trubel auch bei Kaviar Gauche, vor allem TV-Teams haben in dieser Saison offenbar die Fashion Week für sich und ihre Kameras entdeckt. Von SpiegelTV bis ARTE wurden eifrig Bilder und O-Töne der Designerinnen Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Roehler für Behind-the-catwalk-Dokumentationen eingefangen. Das forderte seinen Tribut, die Show begann 40 Minuten verspätet und erst nachdem ein eine Weihrauchkugel schwenkendes Model böse Geister vom Laufsteg vertrieben hatte. Gut und Böse, Licht und Schatten zogen sich durch eine Kollektion voller elfenbeinfarbener Seidenblumen: als Ärmel eines Oberteils, als Rock eines Kleides und als Zier einer Robe, um deren Transparenz kunstvoll zu kaschieren. Ein Traum - für Frauen, die sich was trauen, denn mit "See-thru" sind die freizügigen Entwürfe nur unzureichend beschrieben.

Zur Mittagszeit weint der Himmel über Berlin, es gießt in Strömen. Gut, dass ein Shuttle zur Show von Hugo fährt. Die findet vor weißer "Leinwand" statt, in der Wandelhalle der Gemäldegalerie. Unter den gesichteten Prominenten: Sängerin Nena, Rennfahrer Jenson Button und Schauspielerin Julianne Moore. Trotz der ehrwürdigen Location fiel die Mode, die Designer Eyan Allen (Damen) und Kollege Bart de Backer (Männer) für den Herbst planen, betont modern und nicht Ölschinken-üppig aus. Die Herren müssen mit kurzen Sakkos auskommen, dafür wird der Cardigan gern darüber getragen. Bei den Damen dominieren geometrische Muster und Nähte, die Silhouette bleibt streng. Schwarz und Weiß dienen als Basis der Palette, die durch kräftiges Violett (auch für die Anzüge der Männer!) und ein "koralliges" Pink die nötigen Akzente erhält. Gegen das Mittagstief wummert der mächtig basslastige Soundtrack an. Gott sei dank fiel kein Meisterwerk dabei von seinem Nagel.

Bei Rena Lange wurden wir zurück in die 90s "geflasht", als die Frauen Powersuits und -kostüme mit Goldknöpfen und ebenso goldigen Accessoires trugen und Edelsteine die Farben vorgaben: Amethyst-Lila, Smaragdgrün, dazu Koralle. Nur Supermodels von damals, etwa Stephanie Seymour oder Christy Turlingt, die suchten wir vergeblich. Schade.

Mit den poetisch verfremdeten Fotos auf den Seidenkleidern und Tops des Labels Sava Nald schalten meine Augen dann allmählich auf Abend um. Es geht aber noch weiter, nämlich mit den Designern Guido Maria Kretschmer, Hien Le und dem Duo Perret Schaad. Dazu wie gewohnt morgen mehr ...

Mary Scherpe von Stil in Berlin berichtet von ihrem ersten Tag auf der Fashion Week

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Fashion Week • 19/01/2012


Gestern begann für mich die Fashion Week mit einem Präsent von Schumacher - die Einladung kam in einem kleinen Schmuckkästchen per Bote in mein Haus. Die Schau ist heute 10:00 - ich bin gespannt!

Es ging weiter mit der Präsentation von Augustin Teboul in der KOW Galerie in der Brunnenstraße - Annelie Augustin und Odély Teboul inszenierten ihre dramatischen Entwürfe in einer theatralischen Installation mit der Schauspielerin Ariane Andereggen anhand des "Fadens der Ariadne" (der Theseus den Weg aus dem Labyrinth des Minotauros zeigte). Bei Augustin Teboul geht es weniger um einzelne Fäden, als um große Stoff- und Verzierungsexperimente, die sich an der Ästhetik des Fin de Siècle orientieren. Während die Schnitte dabei recht schlicht bleiben, gibt es um so mehr Dekoration mit Perlen.


Das totale Kontrastprogramm gab es danach bei MADE am Alexanderplatz mit der Schau von Wood Wood, dem dänischen Sportswearlabel, das seit Jahren seinen Store in Mitte hat und damit den Berliner Straßenstil entscheidend beeinflusste.

Gestern zeigten sie eine Mischung aus spiessigen Stoffen mit sportlichen Schnitten (gesteppte Bomberjacken, oversized Mäntel aus englischem Karo), von den Frauen durchweg getragen mit gummistiefeligen Reiterstiefeln.

Mich führte es danach nach Kreuzberg zu der Präsentation des Labels Reality Studio von Svenja Specht im Voo Store (in dem wir am Tag zuvor noch unseren Shop in Shop mit zwanzig erlesenen Lieblingsprodukten eröffneten - die auch noch bis zum 28. Januar dort zu sehen sind). Svenja bedient sich gern in allen Kulturen für ihre Entwürfe, die neue Kollektion führt das in noch konsequenterer Weise vor. Zur Musik einer kleinen türkischen Kappelle schritten die Modelle, eingehüllt in viele Lagen Stoff auf ein Podest um dort zu verharren.

Das Styling war radikal, an einigen Ecken eventuell auch zu viel. Jedoch finde ich es gut und richtig, wenn man sich bei der Präsentation etwas traut, gerade auch bei Modepräsentationen. Ich verließ Kreuzberg schnell nach der Präsentation um wieder nach Mitte zu düsen, um mir beim Vogue Cocktail den ersten Champagner des Tages zu gönnen.


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