Trend der Stunde: Hahnentritt-Muster! Wie schon Schachbrett-Muster reiht es sich perfekt in den diesjährigen Trend zur Monochromie ein. Hahnentritt erinnert an die 60er-Jahre, als Frauen nicht genug bekamen von Mini-Kleidern und Mänteln in diesem Muster. Christian Dior feierte den Trend, indem er die Flasche seines ersten Parfums Miss Dior mit Hahnentritt-Muster designte!
Wie die Promis zeigen, ist Hahnentritt besonders praktisch für Übergangsmäntel. Dazu kann man auch super Farbkleckse wie rote Pumps - siehe Gwyneth Paltrow - oder bunte Taschen - siehe Lucy Liu - kombinieren. Lady Gaga geht natürlich ins ganz Extreme und trägt von Kopf bis Fuß Hahnentritt, inklusive Beintattoo, Pumps, Clutch und Sonnenbrille! Klick dich durch unsere Galerie um zu sehen, wie andere Promis dieses Muster tragen!
Geht das nur mir so oder war 2012 wirklich ein ziemlich seltsames Mode-Jahr? Irgendwo zwischen frenetischem Jubel, Hightech-Innovationen und totaler Verwirrung. Damit im Fashion-Jenseits niemand beim Smalltalk patzt - schließlich ist laut den Mayas bald last season - lest ihr auf This Month in Style jetzt, was die kunterbunte Branche in den vergangenen zwölf Monaten in Atem hielt. Also: Auf die High-Heels, fertig, los!
JANUAR
Schuh-Magier Christian Louboutin sorgt für hohe Hacken beim Nackedei-Kult „Crazy Horse” in Paris. Und setzt sich natürlich gleich selbst mit den sündigen Damen in Szene. Einmal aussetzen will dagegen das Label Emanuel Ungaro - und zwar die Frühjahrs- und gleich auch die Herbstkollektion 2012. Auch Phoebe Philo lässt den Céline-Laufsteg einpacken und ist stattdessen - hochschwanger - bei einer kleinen Präsentation ihrer Mode anwesend. Großes Kino dagegen bei Chanel, gleich einen ganzen Passagierjet müssen die Dekorateure für die Couture-Show ins Grand Palais verfrachten. Weniger Glückt hat Lagerfelds Kollege Jean Paul Gaultier: Seine von der verstorbenen Amy Winehouse inspirierten Kleider fallen als „geschmacklos” und „zu früh” durch.
FEBRUAR
Anna Wintour sammelt so fleißig wie kaum jemand Wahlkampfspenden für Barack Obama. Kein Wunder also, dass es im Dezember kurzzeitig Gerüchte gibt, Wintour würde als US-Botschafterin nach Paris gehen. Akzent-„Britin” Madonna turnt in Givenchy durch die halftime show beim Super Bowl. Kein Skandal, kein hysterischer Jubel. Nur neidvolle bis mitleidige Blicke auf die freigehungerten Sehnen an ihren Mucki-Ärmchen. Drei Supermodels (Bündchen, Harlow, Kurkova) leistet sich erstmals Design-Liebling Alexander Wang, für den das Jahresende noch eine verfrühte Bescherung bereithalten sollte ...
MÄRZ
Zehn Jahre Alber Elbaz bei Lanvin - das musste gefeiert werden. Animierte Ehren folgten im Winter vor den Fenstern von Barneys. Gigantomanie ist seit einigen Saisons Trumpf in Paris: Hob Chanel im Flugzeug ab, stampfte bei Louis Vuitton wenigstens eine Lokomotive in den Cour Carrée du Louvre. Ob Marc Jacobs früher eine Märklin-Eisenbahn hatte und so ein Traum wahr wurde? Derek Lam und Tod‘s trennen sich nach sechs mehr oder minder erfolgreichen Jahren, kein Zufall also, dass Lam sich wenige Monate später sein eigenes Label aus der Hand von Finanzinvestoren freikauft. Dolce & Gabbana verklagen eine Modeschmuck-Boutique in Kapstadt namens „Dolce & Banana” - und dürfen sich (Karma!) dafür nun selbst in Italien vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung im großen Stil.
APRIL
Whatever happend to Carine Roitfeld? Die Ex-Chefin der französichen „Vogue” zog es zurück zum Kiosk, am 9.4. erschien die erste Ausgabe von „CR Fashion Book”, dass man eher „Carine & Friends” hätte nennen sollen. Monate vor ihrem 70. Geburtstag meldet das New Yorker Mode-Urgestein Betsey Johnson Bankrott an. Für sie nach mageren Jahren vielleicht eine Befreiung, für rund 350 Angestellte eine Katastrophe.
MAI
Wir feiern 75 Jahre Ray-Ban und freuen uns auf die Sondermodelle von Aviator und Co., Währenddessen fällt das 30. Guess-Jubiläum dank 4,7 Millionen Dollar Strafzahlung an Gucci - Streit um das Doppel-G-Logo - etwas nüchterner aus. Dass bei den Festivitäten allerdings „It‘s my party and I cry if I want to” gespielt wurde, ist wohl bloß gossip.
JUNI
Jetzt ist es raus: H&M und Maison Martin Margiela tüfteln an einer gemeinsamen Kollektion - und bei etlichen Modeprofis keimen spätestens jetzt Zweifel, ob das Konzept „Zwei Welten kollidieren” bei moderatem Preis der Marke und den Kunden noch viel zu bieten hat. Wer noch unsicher ist, darf später im Jahr nachschlagen unter „Dello Russo, Anna”. In den USA heißt es dagegen: Shoes are the new black! Als erstes Mega-Kaufhaus stockt Saks Fifth Avenue die achte Etage zum Schuh-Tempoel auf, Barneys New York legt nur einen Monat darauf mit einer gigantischen Fläche nach nach und im Spätsommer verkündet Macy‘s am Herald Square, man besäße nun „the world‘s largest shoe floor”. Von mir aus. Kopfschütteln dagegen in Paris, wo Hedi Slimane bei seiner Frischzellenkur für Yves Saint Laurent auch vor dem Namen der Marke keinen Halt macht: Saint Laurent (mit einem kleinen „Paris” dazu und gern auch „by Hedi Slimane”) heißt das Haus nun, während die erfolgreichen Beauty-Produkte weiterhin YSL heißen dürfen. Weniger Firlefanz und ego tripping und mehr Design-Substanz bitte, Monsieur Slimane. Mit dem Tod von Nora Ephron („Schlaflos in Seattle”, Julie & Julia”) ist unsere Film- und Popkultur dann plötzlich um die Königin der gefühlvollen bis spitzen Pointe ärmer. Gar nicht lustig!
JULI
Von wegen Sommerloch, es geht weiterhin rund. Raf Simons präsentiert die erste Couture-Kollektion für Christian Dior und erntet Wohlwollen bis vorsichtige Begeisterung. Christian Louboutin meldet sich familienfreundlich zurück und fertigt für Disneys „Cinderalla” ein paar 12-Zentimeter-Schühchen, die sicherlich keine Trägerin verliert. Düster wird‘s mit Lady Gagas neuem Duft „Fame”, der als schwarzes Duftwasser im Flakon wabert und bei Luftkontakt glasklar wird. Glasklar auch, dass die Athlethen-Uniformen, die Ralph Lauren für das Olympia-Team der USA (ausgerechnet) in China gefertigt wurden. Please!
AUGUST
Ein Paradiesvogel, der Mode atmete, bricht zum letzten Flug auf - die Journalistin Anna Piaggi stirbt in Mailand. In Manhattan startet Designer Narciso Rodriguez derweil seinen Nebenjob bei Banana Republic, eine Marke, die stilistisch jede Hilfe gebrauchen kann. Mächtiger als Anna Wintour ist, glaubt man dem Wirtschaftsmagazin „Forbes” gerade Diane von Fürstenberg. Und die beiden Ikonen trennen sogar satte 18 Listenplätze. Nochmal Disney, nochmal Barneys New York und auch Alber Elbaz ist wieder dabei, denn der putzige Zeichentrickfilm von Minnie Mouse bei den Modenschauen von Paris vereint nahezu alle Größen des Business. Mal mehr, mal weniger nachsichtig gezeichnet ...
SEPTEMBER
Stefano Pilati taucht bei Ermenegildo Zegna wieder auf, die „Baguette Bag” von Fendifeiert fulminante 15 Jahre als It Bag, bei Alexander Wang leuchten die Kleider und DvF modelt eine Datenbrille von Google. Wow, was für ein September! Das Personalkarussel dreht sich derweil weiter, denn während Rebekka Bay (Ex-H&M) bei Gap unterschreibt, kehrt Jil Sander nach acht Jahren mit einer Frauenkollektion zurück, die alle Fans ihres Styles erneut vor Augen führt, warum Sander einfach Sander ist.
OKTOBER
60 Jahre Fred Perry, 90 Jahre Akris - die Tortenbäcker kommen in 2012 ohne Überstunden nicht mehr aus. Keine Schlagsahne sondern endlich (noch mehr) Kasse machen will Countrypop-Sternchen Taylor Swift, die ihrem neuen Album „Red” (lustig, auch Ne-yo entschied sich für „R.E.D.” als Titel seines neuen longplayers ...) gleich Sneaker von Keds folgen lässt. Für Sexappeal im Herbst sorgen, natürlich, die Schwestern Penélope und Mónica Cruz mit einer (erschwinglichen) Unterwäsche-Linie für Agent Provocateur.
NOVEMBER
Die Pariser Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern und jetzt darf man auch drüber sprechen: Balenciaga und Designer Nicolas Ghesquière gehen nach 15 wahnsinnig erfolgreichen Jahren getrennte Wege. Und im „gegenseitigen Einvernehmen” ist diese Scheidung nicht vollzogen worden, da sind sich Insider schnell sicher. Anyway, mit Alexander Wang wurde zumindest ein für uns Journalisten spannender Nachfolger verpflichtet. Auch Christopher Kane muss ein braunes Kisterl packen, denn für Versus hat Donatella Versace zukünftig ganz andere, digitalere Pläne. Ende November meldet sich Yoko Ono - umtriebigste Showbiz-Witwe der Neuzeit - zurück und zwar mit 18 Herren-Designs für Opening Ceremony. Als Inspiration nutzte sie einige Zeichnungen, die sie 1969 für John Lennon machte. Wie aus dem Gekritzel Mode werden soll, dabei wünschen wir ihrem Team viel Glück.
DEZEMBER
Im Dezember halten wir einmal kurz inne und erinnern uns an drei Zitate von Fashion-Größen, die - da bin ich mir sicher - auch in 2013 gelten werden.
„The most important thing is to know what you’re good at. In any creative field, if it already exists, nobody needs it.” (Calvin Klein)
„Accessories are like vitamins to fashion — as such, you should use them liberally.” (Anna Dello Russo)
„I’d like to dress the Queen. She can handle anything. Maybe in black with a little leather, a little rock ’n’ roll.” (Donatella Versace)
Credits: Christian Louboutin, Givenchy,CR Fashion Book, Ray-Ban, H&M, Coty Inc., Barneys New York/Walt Disney, Keds, Yoko Ono/Opening Ceremony.
Jana wurde gestern Abend zu Germany's Next Top Model gekürt und ist somit das neueste Pferd in Heidis Stall. Die rassige Rebecca belegte Platz zwei und die süße Amelie Platz drei. Hübsch waren sie ja alle drei und wer nun letztendlich als Siegerin jubeln durfte, war reine Geschmacksache. Geschmacksache war auch der Auftritt von Lady Gaga, die für ihre Verhältnisse eine relativ langweilige Darbietung ablieferte. Und selbst Modelmama Heidi schafft es in ihrem Regenbogenforellen-Anzug, das Outfit von Lady Gaga an Extravaganz zu überbieten. ;-)
Lady Gaga hatte gestern Geburtstag und wurde süße 25. Zu ihrem Freudentag bekam sie jedoch nicht nur Geschenke, sie verteilte auch welche. Stolze 1,5 Millionen Dollar spendete die Sängerin gestern an Zyngas und Save the Childrens Japan Earthquake Tsunami Emergency Children Fund und das amerikanische rote Kreuz. Gesammelt wurde das Geld über den Verkauf des von Lady Gaga designten "Japan Prayer Bracelete", das wir auch schon vorgestellt haben.
Das ist doch einmal ein Geburtstagsgeschenk, dass vielen Freude bereitet und somit ganz nach unserem Geschmack. Bravo!
Lady Gaga designt für einen guten Zweck. Ok, die Plastikarmbändchen mit deren Kauf man gleichzeitig für die Erdbebenopfer in Japan spendet, sind nicht neu, aber immer wieder ein Verkaufsschlager. Und wenn Lady Gaga ihre Finger im Spiel hat, sind die weiß-roten "We pray for Japan"-Armbändchen bestimmt im Nu ausverkauft. Für 5 Dollar bekommt man den mehr oder minder modischen Armschmuck auf www.ladygaga.com.