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Auch in diesem Jahr wieder unser Insider bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Siems Luckwaldt

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Fashion Week • 11/01/2012

Siems Luckwaldt von Nahtlos! liebt es einfach, gleichzeitig an unterschiedlichen Projekten zu werkeln. Und das hat sich seit unserer letzten Zusammenarbeit zur letzten Mercedes-Benz Fashion Week Berlin auch nicht geändert. Und deshalb ist er wieder dabei und berichtet für unsere offizielle App zur Mercedes-Benz Fashion Week Berlin vorab und ab dem 18. Januar dann täglich live vor Ort von der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin. Siems wird für Euch jeden Abend sein Resümée des modischen Geschehens aufschreiben – auf Deutsch und Englisch. Zu lesen ist dieser Insider-Report natürlich unterwegs auf der ShopStyle App und auch hier auf StyleNotes.

Natürlich halten wir und Siems euch auch via Facebook und Twitter auf dem Laufenden - klickt doch einfach mal vorbei!

Und hier noch ein paar Infos zu unserem Gastblogger und Fashion Week-Insider Siems Luckwaldt:
Siems Luckwaldt sammelte redaktionelle Erfahrungen bei Die Zeit, Hamburger Morgenpost, Cinema, Hamburger Abendblatt und in der New Yorker Korrespondenz der Magazine Gala und TV Today. Er war Mitbegründer von how to spend it, dem Luxusmagazin der Financial Times Deutschland, und viele Jahre dessen Fashion & Beauty Director. Ab 2009 übernahm er diese Position zusätzlich für die Titel Capital, Impulse und Business Punk. Später war er Ressortleiter Fashion, Beauty & Lifestyle sowie Social Media Manager bei der Burda Style Group Online (Bunte.de, InStyle.de, Elle.de, Freundin.de, Wellfit.Freundin.de, BurdaStyle.de). Seit September 2010 betreibt er mit Matthias Hinz das Lifestyle Blogzine Nahtlos! (www.nahtlosblog.de), schreibt frei für diverse Medien und berät Verlage.

 

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German Fashion Kitchen: Das Charity-Mode-Designer-Kochbuch

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trends • 03/11/2011

Bei Mode denkt man ja nicht unbedingt direkt ans Essen - eher ans Nichtessen!
Das modische und kulinarische Köstlichkeiten aber dennoch bestens zusammenpassen, zeigt "German Fashion Kitchen", das Charity-Mode-Designer-Kochebuc h mit 55 Lieblingsrezepten deutscher Modeschöpfer.


German Fashion Kitchen” erscheint am 3.11.2011 als gebundenes Buch in Premium-Ausstattung – 124 Seiten, 200g-Fotopapier, hochglänzend, matter Hardcover-Einband – für 27,99 Euro und ist online erhältlich bei Books on Demand, Amazon.de, Buch.de, Libri.de, Spiegel-Shop.de und Thalia.de. Und natürlich in allen Buchhandlungen!

Wir wünschen guten Appetit!

Making of-Video zum Nahtlos!-Fotoshooting in Tirol

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trends • 31/10/2011

Liebesgrüße aus Tirol: Accessoires-Highlights Winter 2012 auf Nahtlos!

Making-of „Liebesgrüße aus Tirol”: Accessoire-Highlights Winter 2011/2012 from Nahtlos! Das Lifestyle Blogzine on Vimeo.

Unser Insider bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Siems Luckwaldt

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Fashion Week • 05/07/2011

Siems Luckwaldt von Nahtlos! liebt es einfach, gleichzeitig an unterschiedlichen Projekten zu werkeln. Deshalb konnte er natürlich auch nicht mit „Ne in” antworten, als ShopStyle fragte, ob er für unsere offizielle App zur Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Tagebuch führen wolle. Siems wird für Euch jeden Abend sein Resümée des modischen Geschehens aufschreiben – auf Deutsch und Englisch. Zu lesen ist dieser Insider-Report natürlich unterwegs auf der ShopStyle App und auch hier auf StyleNotes. Wir sind total neugierig auf diese Zusammenarbeit – und auf den spannenden ‘Stoff’, den wir den LeserInnen liefern können!

 

 

Und hier noch ein paar Infos zu unserem Gastblogger und Fashion Week-Insider Siems Luckwaldt: Siems Luckwaldt sammelte redaktionelle Erfahrungen bei Die Zeit, Hamburger Morgenpost, Cinema, Hamburger Abendblatt und in der New Yorker Korrespondenz der Magazine Gala und TV Today. Er war Mitbegründer von how to spend it, dem Luxusmagazin der Financial Times Deutschland, und viele Jahre dessen Fashion & Beauty Director. Ab 2009 übernahm er diese Position zusätzlich für die Titel Capital, Impulse und Business Punk. Zudem entwickelte er den Modeblog Nahtlos! auf FTD.de und war vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 Ressortleiter Fashion, Beauty & Lifestyle sowie Social Media Manager bei der Burda Style Group Online (Bunte.de, InStyle.de, Elle.de, Freundin.de, Wellfit.Freundin.de, BurdaStyle.de). Im Mai 2011 gründete Siems Luckwaldt Lucky Inc. Media; www.siemsluckwaldt.com

 

Finale: Siems berichtet über den letzten Tag der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

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Fashion Week • 22/01/2012

Endspurt auf der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin. Beim ersten Kaffee rasch ein Abgleich, wer die Michalsky StyleNight wie fand. Nun, der Reihe nach: Die von Models/Funkenmariechen teils getanzte Show von Roeckl war so kurzweilig wie clever. Die Handschuhe, Muffs, Taschen und Tücher durch Bodysuits und Bodypainting sowie geschicktes Drapieren zu vollwertigen Outfits zu ergänzen - netter Einfall.

Designer Michael Michalskys Herz schlägt neben der Mode für Musik, vor allem für Künstler, die morgen in aller Munde sind. Dementsprechend vielfältig wurde auch diese StyleNight im Tempodrom untermalt. Sang und gogotanzte der New Yorker underground act Jessica 6 zur Roeckl-Show als wäre es 1994, sprang danach Susi Gold elektro-extatisch über die Bühne.

Nach einer frisch-fröhlichen Herbst/Winterkollektion von C'est tout, für die Designerin Katja Will unter dem Motto "Paris, Texas" indianische Muster des US-Western-Staates mit Pailletten-Rafinesse à la Couture. Süß: Die Perlenbärchen an den modernisierten, weichen Cowboy-Stiefeln.

Nach Marina and the Diamonds, die für vor Begeisterung glänzende Augen in der Mehrzweckhalle sorgte, präsentierte der Gastgeber seine Mode.

Deutlich femininer, mit Crème- und Pfirsichtönen, einem spektakulären kurzen Rock komplett aus gefassten Swarovski-Kristallen und federleichter Seidenkleider im Leuchtschrift-Print der Kollektion - einmal mit schwarzem Lederbustier. Die Herren "moven" wie immer lässig-sportlich durch die Kälte, etwa in einer kuschelig beflockten Daunenweste überm Anzug mit umgekrempelter Hose (zu hohen Sneakern). Nicht Michalskys wagemutigste Arbeit, jedoch grundsolide.

Bei den Damen lief das alternative Supermodel Andrej Pejic mit, dessen Figur - vor allem oben ohne in einer lachsrosafarbenen Felljacke - die seiner "Mitläuferinnen" herausforderte. Erneut also gab die StyleNight genügend Gründe für eine anschließend gehörig ausschweifende After Show Party. Gute Idee: Die prall gefüllten goodie bags konnte man sich an einem kleinen Serviceschalter so gar per DHL zuschicken lassen!

Noch länger als das Gin-Tonic versehrte Publikum und seine Models benötigte am nächsten Morgen backstage Designer Marcel Ostertag. Haar- und Fashion-Week-Profi André Märtens und sein Team von L'Oréal Professionnel verwandelten ihn nämlich per Lockenwickler, Glitzer-Lidschatten und Nagellack in ein Mann(!)equin. Ostertag channelte mit zwei güldenen halbtransparenten Catsuits mit befransten Ärmeln auf den Spuren von ABBA und Comic-Heldin Barbarella. Das war mal ein Statement.

Die übrige Kollektion in den Hauptfarben Oliv, Nougat und Mittelblau bot die bekannten Mustermixe, schwarze Perlenfransen-Kleidchen und -röcke und blieb hinter den markanteren Stücken etwas zurück. Der Designer selbst modelte den letzten Look auf Acryl-Highheels - und zu anerkennendem Applaus.

Derya Issever und Cimen Bahri waren noch mächtig angespannt als wir backstage einen ersten Blick auf die Kollektion warfen. Dabei hatten die beiden Designerinnen keinerlei Grund für Nervosität, die Wintermode ihres Labels Issever Bahri war so inspiriert und tragbar. Must-haves für uns: der herrlich wilde schwarze Schaffellmantel, die Pullover und Mäntel aus aufgerauhter Wolle in Dunkelblau und die anschmiegsamen Lederröcke, die einmal nicht wie ein steifer Lampenschirm am Körper saßen.

"Noch zwanzig Minuten bis zur Show", raunt eine Mitarbeiterin von Stephan Pelger dem Designer aus Rumänien zu. Pelger, der - wie wir auf einer Kleiderstange erspähen - sein eigenes Konterfeit ein paar Mal als Print einsetzen wird, nickt kurz und ruft seinem Team in seiner Muttersprache einige Anweisungen zu. Wir wünschen im viel Glück, worauf Pelger nur zur Zeltdecke schaut: "Danke. Hallelujah!"

Nach Pelgers Show gehen für uns vier Tage Mercedes-Benz Fashion Week zu Ende. Zum Abschied sind wir uns nicht nur sicher, im Juli wieder hier zu sein. Wir wissen auch, dass keine Modewoche der Welt so ist, wie die MBFWB am Brandenburger Tor. Und das es bei Mode um eines eben überhaupt nicht geht: Wer sitzt in welcher Reihe und was ist im goodie bag. Wir sehen uns im Sommer - im Zelt :)

Tag Drei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Unser Gastblogger Siems von Nahtlos war wieder live dabei

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Fashion Week • 20/01/2012

Tag 3 beginnt beim Frühstück mit ein wenig Gossip, schließlich war gestern bei der Show von Guido Maria Kretschmer ein bizarres Potpourri deutscher C-Prominenz anwesend. Das muss bei einem Glas Latte erst einmal genüsslich ausdiskutiert werden. Hat Society-Tochter Chiara Ohoven wieder was machen lassen? Wieso erschien Designer Harald Glööckler im Dirigenten-Frack zum Mega-Iro? Und habt ihr gesehen, wie Jenny Elvers-Elbertzhagen Coiffeur-Legende Udo Walz mit genervtem Augenrollen beibrachte, wie man Fotos mit dem iPhoen macht? Hach, wat schön.
Die Mode von Guido Maria Kretschmer, kurz GMK, war inspiriert von der Mongolei, davon zeugte das verarbeitete schwarze Fell, das an die Bergrinder namens Yak erinnerte. Das Make-up? Hm, japanische Kabuki-Oper? Silbern abgedecktes Gesicht, aufgemalte eckige Brauen, lackrote Lippen. Auf Kretschmers Promi-Roben braucht derweil auch im kommenden Winter kein A- oder C-Promi zu verzichten, davon folgten so einige in einer Kollektion, der stilistisch bisweilen der rote Faden fehlte.

Während Shootingstar Hien Le im Studio-Bereich seine Kollektion ganz ohne Catwalk präsentierte, planten viele Besucher bereits ihr Berliner Nightlife. Der versiegte Regen erleichterte das ungemein.

Die Dämmerung hat die Stadt noch im Griff, als ich an Tag 3 meinen Reporter-Rucksack packe. IPhone, iPad und Aufnahmegerät für Interviews strotzen vor Akku-Energie, die Einladungskarten sind sortiert, der Journalisten-Ausweis für das Fashion-Week-Zelt baumelt wieder um meinen Hals. Auf geht's!


Lessja Verlingieri zeigte die Show ihres Labels Lever Couture im Soho Haus, Berlins entspanntem Hotspot (nur für Mitglieder) unweit des Alexanderplatzes. Startete ihre Show mit reduzierten Kleidern in elegantem Schwarz, Grau und leuchtendem Rot, ohne einen überflüssigen Millimeter Stoff, verfiel sie im Finale leider erneut in exzessive Haute-Couture-Manirismen. Tenor: Erst wenn eine Robe nicht mehr manövrierfähig ist, ist sie perfekt. Schade.

Der Rückweg geriet zur kleinen Tortur, nirgends ein aufnahmebereites Taxi. Mit einem Blogger-Kollegen hetzten wir bis zum Alex, wo man uns endlich einsteigen ließ.

So entgingen uns nur die ersten Outfits der Show von Patrick Mohr, ein Designer, der mit bizarr-verstörenden Performance-Spektakeln begann, als "Schreck der Fashion Week" so zu sagen, und nun eine ausgereifte, komplett tragbare Streetwear-Kollektion präsentierte, durch die sich sein dreieckiges Label-Symbol als Muster zog. Neu bei Mohr: reichlich Strick!


Vor der Show von Presse-Liebling Kilian Kerner spielte sich Sänger und Herzensbrecher Mads Langer bereits warm, Live-Musik gehört seit seinem Zelt-Debüt als fester Bestandteil in jede Kerner-Show. Und das ist auch gut so. Wollanzüge und -mäntel haben selten lauter "Kauf mich!" gerufen, die Hosenschnitte waren gewohnt präzise und knackig. Einzig auf einige glitzernde Showpieces hätte man verzichten können.

Rasch auf eine wärmende heiße Schokolade durch das Regenwetter ins Hotel Adlon, dann kurz Backstage einen Blick auf Vladimir Karaleevs Mode geworfen. Nach seiner Show rauschen alle zum Umziehen in ihre Hotels, aufrüschen für die Michalsky StyleNight im Tempodrom, in deren Rahmen auch die Kollektionen der Labels C'est tout und Roeckl zu sehen sein werden.

Wir lesen uns morgen ...

Tag Zwei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Der Tagesreport unseres Gastbloggers Siems von Nahtlos

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Fashion Week • 19/01/2012

Tag Zwei im Modezelt am Brandenburger Tor. Manche Augen mussten sich erst einmal an die Helligkeit gewöhnen - Vogue und Mercedes-Benz hatten am Vorabend ins Borchardt geladen, und auch bei Joop! in der Münzstraße war noch bis zum Morgengrauen gefeiert worden. Berlin verpflichtet.

Von Müdigkeit war vor der Schumacher-Show Backstage nichts zu spüren. Zur Fantasie-Arie "The Diva Dance" aus dem Film "Das 5. Element" liefen die Models eine Generalprobe. Der Detailreichtum der Kollektion erschloss sich unangezogen und beim Close-up auf dem Bügel weit mehr als im gleißenden Scheinwerferlicht. Kaum ein Material, das Designerin Dorothee Schumacher nicht in ihr Repertoire aufgenommen hatte - viel zu entdecken, noch mehr zu erfühlen. Ein besonderer Blickfang bei der anschließenden Show: Topmodel Luca Gadjus mit einer kiwigrünen Pelzkappe - und Teile der schmiede-neuen Haute-Joallerie-Kollektion von Schumacher.

Viel Trubel auch bei Kaviar Gauche, vor allem TV-Teams haben in dieser Saison offenbar die Fashion Week für sich und ihre Kameras entdeckt. Von SpiegelTV bis ARTE wurden eifrig Bilder und O-Töne der Designerinnen Johanna Kühl und Alexandra Fischer-Roehler für Behind-the-catwalk-Dokumentationen eingefangen. Das forderte seinen Tribut, die Show begann 40 Minuten verspätet und erst nachdem ein eine Weihrauchkugel schwenkendes Model böse Geister vom Laufsteg vertrieben hatte. Gut und Böse, Licht und Schatten zogen sich durch eine Kollektion voller elfenbeinfarbener Seidenblumen: als Ärmel eines Oberteils, als Rock eines Kleides und als Zier einer Robe, um deren Transparenz kunstvoll zu kaschieren. Ein Traum - für Frauen, die sich was trauen, denn mit "See-thru" sind die freizügigen Entwürfe nur unzureichend beschrieben.

Zur Mittagszeit weint der Himmel über Berlin, es gießt in Strömen. Gut, dass ein Shuttle zur Show von Hugo fährt. Die findet vor weißer "Leinwand" statt, in der Wandelhalle der Gemäldegalerie. Unter den gesichteten Prominenten: Sängerin Nena, Rennfahrer Jenson Button und Schauspielerin Julianne Moore. Trotz der ehrwürdigen Location fiel die Mode, die Designer Eyan Allen (Damen) und Kollege Bart de Backer (Männer) für den Herbst planen, betont modern und nicht Ölschinken-üppig aus. Die Herren müssen mit kurzen Sakkos auskommen, dafür wird der Cardigan gern darüber getragen. Bei den Damen dominieren geometrische Muster und Nähte, die Silhouette bleibt streng. Schwarz und Weiß dienen als Basis der Palette, die durch kräftiges Violett (auch für die Anzüge der Männer!) und ein "koralliges" Pink die nötigen Akzente erhält. Gegen das Mittagstief wummert der mächtig basslastige Soundtrack an. Gott sei dank fiel kein Meisterwerk dabei von seinem Nagel.

Bei Rena Lange wurden wir zurück in die 90s "geflasht", als die Frauen Powersuits und -kostüme mit Goldknöpfen und ebenso goldigen Accessoires trugen und Edelsteine die Farben vorgaben: Amethyst-Lila, Smaragdgrün, dazu Koralle. Nur Supermodels von damals, etwa Stephanie Seymour oder Christy Turlingt, die suchten wir vergeblich. Schade.

Mit den poetisch verfremdeten Fotos auf den Seidenkleidern und Tops des Labels Sava Nald schalten meine Augen dann allmählich auf Abend um. Es geht aber noch weiter, nämlich mit den Designern Guido Maria Kretschmer, Hien Le und dem Duo Perret Schaad. Dazu wie gewohnt morgen mehr ...

Tag Eins: Der Tagesreport unseres Gastbloggers Siems von Nahtlos

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Fashion Week • 18/01/2012

Der erste Tag der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin - und man kann bereits eines feststellen: Weder den Modenachwuchs noch die in die Hauptstadt gereisten oder hier beheimateten Modeblogger kann man auch nur eine Sekunde beim Nichtstun ertappen.

Während junge Designer wie Alexandra Kiesel (Gewinnerin des Designer for Tomorrow Award von Peek & Cloppenburg Düsseldorf) oder die Mädels hinter dem Label Majaco ihren Catwalk-Debüts entgegenfiebern, letzte Showdetails abstimmen, die eine oder andere Naht versetzen und Models zum hastigen Fitting bitten, wird in jeder Ecke der kleinen Zeltstadt am Brandenburger Tor auf Smartphones, Laptoptastaturen und iPad-Bildschirme eingedroschen. Gefacebooked, getwittert, getumblrt, Schnappschüsse und Kollektionsbesprechungen durch die Datennetze gejagt. Würde man die unermüdliche Energie von Designern wie Bloggern irgendwo bündeln können, Berlin könnte bis zum Wochenende die Atomkraftwerke abschalten und einzig auf Modeleidenschaft als Power-Quelle setzen.


Doch der Reihe nach. Designer Brian Rennie war bester Laune, als ich ihn gestern bei der Anprobe mit Topmodel Franziska Knuppe im Hotel de Rome traf. Weniger Disco als bei der Basler-Show im Juli 2011, dafür mehr Glamour im Stile der Mannequin-Ikonen der Neunziger, deren Nachnamen noch heute den Puls von Fotografen und Fashionistas beschleunigen: Evangelista, Campbell, Seymour ... Das versprach der gebürtige Schotte, der zwölf Jahre lang für Escada filmreife Modemomente schuf.

Der Morgen von Tag 1 begann dann mit ordentlicher Promidichte - bei Escada Sport: Mirja Dumont, Ex-Boxer Axel Schulz, Topmodel Lena Gerke, Event-Queen Ira von Hardenberg, Aktrice Dennenesh Zoudé, InStyle-Chefin Annette Weber in einem erstaunlich coolen Yeti-beim-Après-Ski-Look, It-Girl Poppy Delevigne, Shermine Shahrivar, Escada-Eigentümerin Megha Mittal und Schauspielerin Alexandra Neldel.

Was folgte, war eine Kollektion, die sich zwischen winterlichen Gaucho-Western-Anklängen und romantischen Schoolgirl-Rosenprints nicht recht entscheiden mochte. Vielleicht auch nicht muss. Wir notieren auf jeden Fall schon mal die Gladiator-Pumps mit den gefütterten Schienbeinschonern auf der Wunschliste für den Herbst.

Die gebürtige Grazerin Lena Hoschek huldigte dagegen Edith Piaf - zumindest musikalisch. Ihre Mode blieb der bewährten Mischung aus Sechziger-Office-Eleganz à la "Mad Men", der selbstbewussten Weiblichkeit der 40s und einem Hauch Hillbilly-Fröhlichkeit treu. Die Petticoats waren diesmal deutlich n der Unterzahl, die Schnitte blieben körpernah. Immer wieder nett: Die eingeschworenen und gern großflächig tätowierten Hoschek-Groupies im Publikum.

Wer gespannt auf die Inspirationen hinter der Kollektion von mongrels in common war, wurde nicht enttäuscht. "Stevie Wonder entdeckt Island" - dazu muss einem erst einmal modisch etwas einfallen. Den zwei Designerinnen Christine Pluess und Livia Ximènez-Carrillo, die bereits zum sechsten Mal auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin zeigen, gelang das Experiment. Ihre konzentrierte Mode begeisterte mit drei Farben Blau und raffiniert durchwirkten Oberflächen. Toll: Die Glockenröcke aus plastisch-dickem Seidensatin in Mitternachtsblau.

Das Label Dimitri zeigte aufwändige Plissées, teils etwas zu üppig eingesetzt, Beerentöne und bewies Mut zum (Echt-)Pelz. Das flatterhafte dünne Seidenkleid und die Business-Anzüge merken wir uns dennoch vor.

Mit den Shows von Basler im Hotel de Rome, gleich gegenüber des Fashion-Zeltes, Joop! und Lala Berlin bleibt es gleich am ersten Tag bis zum späten Abend spannend. Mehr zu diesen Events dann morgen an dieser Stelle.

Und jetzt rasch ein Prosecco. Für den Kreislauf. Cheers!

Lieben Gruß, Siems


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