
Gestern begann für mich die Fashion Week mit einem Präsent von Schumacher - die Einladung kam in einem kleinen Schmuckkästchen per Bote in mein Haus. Die Schau ist heute 10:00 - ich bin gespannt!
Es ging weiter mit der Präsentation von Augustin Teboul in der KOW Galerie in der Brunnenstraße - Annelie Augustin und Odély Teboul inszenierten ihre dramatischen Entwürfe in einer theatralischen Installation mit der Schauspielerin Ariane Andereggen anhand des "Fadens der Ariadne" (der Theseus den Weg aus dem Labyrinth des Minotauros zeigte). Bei Augustin Teboul geht es weniger um einzelne Fäden, als um große Stoff- und Verzierungsexperimente, die sich an der Ästhetik des Fin de Siècle orientieren. Während die Schnitte dabei recht schlicht bleiben, gibt es um so mehr Dekoration mit Perlen.

Das totale Kontrastprogramm gab es danach bei MADE am Alexanderplatz mit der Schau von Wood Wood, dem dänischen Sportswearlabel, das seit Jahren seinen Store in Mitte hat und damit den Berliner Straßenstil entscheidend beeinflusste.
Gestern zeigten sie eine Mischung aus spiessigen Stoffen mit sportlichen Schnitten (gesteppte Bomberjacken, oversized Mäntel aus englischem Karo), von den Frauen durchweg getragen mit gummistiefeligen Reiterstiefeln.
Mich führte es danach nach Kreuzberg zu der Präsentation des Labels Reality Studio von Svenja Specht im Voo Store (in dem wir am Tag zuvor noch unseren Shop in Shop mit zwanzig erlesenen Lieblingsprodukten eröffneten - die auch noch bis zum 28. Januar dort zu sehen sind). Svenja bedient sich gern in allen Kulturen für ihre Entwürfe, die neue Kollektion führt das in noch konsequenterer Weise vor. Zur Musik einer kleinen türkischen Kappelle schritten die Modelle, eingehüllt in viele Lagen Stoff auf ein Podest um dort zu verharren.
Das Styling war radikal, an einigen Ecken eventuell auch zu viel. Jedoch finde ich es gut und richtig, wenn man sich bei der Präsentation etwas traut, gerade auch bei Modepräsentationen. Ich verließ Kreuzberg schnell nach der Präsentation um wieder nach Mitte zu düsen, um mir beim Vogue Cocktail den ersten Champagner des Tages zu gönnen.
