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Wir präsentieren stolz unsere zweite Gastbloggerin für die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Mary Scherpe von Stil in Berlin

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Fashion Week • 13/01/2012

Dieses Jahr bekommt unser Gastblogger Siems von Nahtlos weibliche Unterstützung: Mary Scherpe von Stil in Berlin wird in diesem Jahr ebenfalls für ShopStyle von und über die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin berichten. Wir freuen uns ganz besonders das die Bloggerin aus Berlin dieses Jahr mit von der Partie ist und sind schon gespannt auf ihre spannenden Beiträge.

Natürlich halten wir und Siems euch auch via Facebook und Twitter auf dem Laufenden - klickt doch einfach mal vorbei!


Und hier noch ein paar Infos zu unserer Gastbloggerin und Fashion Week-Insiderin Mary Scherpe:
Mary Scherpe (29) gründete Anfang 2006 den ersten deutschen Modeblog "Stil in Berlin". Dieser verfolgt den Berliner Stil über die Stadtgrenzen hinaus, gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten deutschen Blogs und wurde in allen wichtigen internationalen Medien (New York Times bis Spiegel) besprochen. Mary Scherpe arbeitet als Fotografin und Journalistin in Berlin. An der Berliner Modewoche interessieren sie vor allem die Nachwuchsdesigner.

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Mary Scherpes letzter Tage bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

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Fashion Week • 22/01/2012


Am letzten Tag der Mercedes Benz Fashion Week zeigt sich das Wetter, wenig überraschend, genauso grau und deprimierend wie alle Tage davor. Und meine Aufnahmefähigkeiten tendieren mittlerweile gegen null. Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, dass ich von den heutigen Schauen wenig überzeugt war.

Es begann mit dem jungen Label Issever Bahri, die hauptsächlich schwarze und blaue Mode über den Laufsteg schickten - von den wirklich schön gewählten Materialien lenkte mich jedoch stets das schlechte Fitting der Hosen ab, die konsequent Beulen an der Hüfte schlugen.

Ebenso unglücklich fand ich die Schuhwahl, diese waren nicht nur zu klobig, sondern es fiel den Modellen auch sichtlich schwer, elegant darin zu laufen, da die Plateausohle kaum Möglichkeiten zum sanften Abrollen bot.

Auch bei Issever Bahri fanden sich Steppjacken, und wäre ich jetzt Trendreporterin, würde ich darin einen der größten der Berliner Fashion Week sehen.

Einen Kaiserschmarren zwischen den Schauen im Café Einstein zu genießen kann ich nur jedem empfehlen.

Es folgte die Schau von Malaika Raiss, die sich leider dafür entschieden hatte, ihre transparenten Blusen und Kleider ohne "was drunter" zu zeigen - das heißt die Fotografen bekamen jede Menge nackter Brüste zu sehen. Was diese (wie die Bildagenturen) sicher freute, schließlich nichts einfacher als das Bild eines Models mit nackten Brüsten zu verkaufen. Aber ich fand's ganz und gar unnötig. (Deswegen gibt es hier auch keine Bilder davon.)

Als ebenso schwierig stellten sich die von Nelly gesponserten Schuhe heraus, in denen es sich offensichtlich nur in "Storch-im-Salat"-Manier laufen ließ.

Den Abschluss bildete das schwedische Label Noir, deren Inszenierung des Laufstegspektakels mich wieder glücklich stimmte: gute Musik, gute Choreographie, gutes Licht, gute Modelle. Die Entwürfe sind sehr schwedisch - die Schnitte also schlicht, die Farbe meist Schwarz, garniert mit einem attraktiven Print.

Als die letzten Modelle den Laufsteg verlassen hatten, hieß es "Auf Wiedersehen!" Modewoche! In der nächsten Saison wird's hoffentlich wieder genauso interessant!

Mary Scherpe für ShopStyle zu Besuch bei Vladimir Karaleev, Malaika Raiss und Juliaandben

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Fashion Week • 17/01/2012

Vergangenen Dienstag besuchte ich Vladimir Karaleev in seinem Studio und er zeigte mir die ersten, fertig gestellten Stücke. Ich verfolge Vladimirs Entwicklung schon lang und es fasziniert mich, zu sehen wie er sich weiter entwickelt, neue Schnitte und Techniken ausprobiert und seine Kollektionen immer komplexer werden.

Er benutzt hauptsächlich dunkles Blau, Grau, Schwarz, Weiß und Beige - das hat einen einfachen Grund: Vladimir ist farbenblind. Gleichwohl finden sich hin und wieder andere Akzente in seinen Entwürfen, seit einiger Zeit zum Beispiel ein leuchtend warmes Gold.

Sein größtes Thema für den kommenden Winter ist das Layering verschiedener Schichten in einem Teil. So sind die Reissverschlüsse mit Leder unterlegt, so dass es aussieht, als ob unter der eigentlichen Jacke eine weitere aus Leder verborgen wäre, außerdem nutzt er doppelte Reissverschlüsse und Materialmixe um die Lagen umzusetzen. Nachdem er seine neuen Teile das letzte Mal bei einer Präsentation zeigte, gibt es dieses Mal wieder eine Schau, auf die ich mich mehr als freue.

Im Anschluss an den Besuch bei Vladimir, lernte ich eine junge Designerin kennen, die gerade an ihrer zweiten Kollektion arbeitet. Malaika Raiss war lange im Design Team von Lala Berlin, bevor sie sich entschloss ein eigenes Label zu gründen. Ihre Entwürfe sind allesamt tragbar und schlicht, dabei aber immer mit eigenwilligen Details versehen.

Dieses Muster, hier in der Brokatausführung (bei dem Malaika unsicher ist, ob sie es in die Kollektion aufnehmen soll, ich fand's toll), taucht in der Kollektion wiederholt auf.

So zum Beispiel auch als Strickmuster in dieser Jacke. Malaika und ihr Team legen besonderen Wert darauf, dass ihre Kleider bezahlbar bleiben.

Am Interessantesten fand ich die Plissierung des Leders, in diesem Fall ein Rock, das in seiner unregelmäßigen Ausführung an die Borke eine Baumes erinnert und in Süddeutschland von einem der letzten Plissierer in Deutschland angefertigt wird. Malaikas Schau ist die vorletzte der Modewoche, sie wird ihre Entwürfe mit Accessoires von Sabrina Dehoff präsentieren und ich bin bereits sehr gespannt wie die Kleider auf dem Laufsteg wirken.

Abschließend führte mich meine Tour zu JULIAANDBEN, deren Markenzeichen das Batikmuster der Stoffe ist. Fotografiert habe ich hier einen Seidenstoff, aus dem bis nächste Woche noch ein Kleid angefertigt wird. Das Label wird das erste Mal bei der Fashion Week zeigen, dementsprechend befinden sich alle Mitarbeiter im Vorbereitungsfieber. Julia Heuse, der Kopf des Teams, fertigt sowohl Damen- als auch Herrenbekleidung.

Fast zu den Klassikern des Labels gehören die Mäntel, hier ein Trenchcoat aus feinem schwarzen Stoff.

In Julias Atelier im Hinterraum ihres Ladens in der Gormannstraße stapeln sich die Schnittmuster und Stoffrollen, das Genie entsteht eben oft aus dem Chaos.


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