&Follow SJoin OnSugar

Spotted! Promis bei der Mercedes-Benz Fashion Week

Foto: Getty

Auch dieses Jahr ist wieder Staraufgebot bei der Mercedes-Benz Fashion Week. Besonders die Shows von Schumacher, Lala Berlin, Kilian Kerner und Minx by Eva Lutz wollte sich keiner entgehen lassen!

Klick dich durch unsere Galerie für alle Bilder von Stars bei den Shows.

MBFW Tag 2 - Siems Luckwaldt: Girls Just Wanna Have Fashion!


FLASHBACK

Ehe wir Tag 2 beginnen können, ein wichtiger Nachtrag von gestern - das 10. Saison-Jubiläum von Kilian Kerner. Als sich vor der Show Mireille Mathieu singend von der Akropolis verabschiedet, nimmt die Chanteuse das Styling der Models voraus. Ob Mann oder Frau, alle tragen Mireilles Bob. Und natürlich die Herbst/-Winter-Kollektion des gebürtigen Kölners. Untermalt vom live act Tunes of Dawn, die auch ein Lied aus Kerners Feder performen, gefällt vor allem die Männermode. Über die gibt es eigentlich immer gleich Gutes zu berichten: perfekte Hosenschnitte, wie angegossen sitzende Sakkos - alles, was man(n) braucht. Ob transparente Vinylmäntel, 3D-Tops aus Leder oder funky Lunchbag-Handtaschen, auch die Damen hatten Grund zur Freude. Stirnrunzeln dagegen bei einem zylindrischen Reifrock aus gestapelten Stofflagen. Solche Leistungsschau-Stücke hat Kerner gar nicht nötig. Vielleicht sollte er sich den eingestrickten Spruch (s)eines Pullovers zu Herzen nehmen: „I think too much”. Anyway, happy birthday, KK!

Während zu später Stunde dann gleich drei rumänische Designer ihre Mode zeigten (u.a. Stephan Pelger), nutzte ich die Gunst der (ruhigen) Stunde für den Bericht von Tag 1. Im Hotelzimmer rasch noch ein paar Fotos beschriftet und ein Glas Weißwein aus der Minibar. Kleine Freuden. Doch jetzt rasch „weitergeblättert” zum Mittwoch am Brandenburger Tor.

HIDDEN GEMS 

Es ist stets eine treue Fan- und Kundinnengemeinde aus dem In- und Ausland, die die Ränge von Anja Gockels Modenschau füllt. Der Hahn, dessen Krähen den Startschuss gibt, hatte heute allerdings verschlafen, es war eher zwanzig nach 10 Uhr als das Defilee farbenfroher Entwürfe begann. Gockels Mode bleibt nichts für modische Angsthasen, doch zwischen all den Farbexplosionen, dem Flaschengrün, dem Violett, den bunten Tweedjäckchen und Blumenprints steckten echte Perlen. Allen voran ein senfgelbes Wollkleid mit wunderschöner seitlicher Raffung, Samtkleider mit geometrischen Mustern und zweitem Layer aus halbtransparentem Tüll sowie dreieckige Ponchos mit color blocking.

Franziska Michael? Durch einen backstage Ausflug zu Anja Gockel leider verpasst. Im öffentlichen Bereich des Catwalk-Zeltes wickelt Micaela Schäfer die Fotografen um den Finger. Auf die Frage, von wem ihr Feder-Nieten-Outfit stammt, sagt die Irgendwie-Prominente bloß: „Das hat meine Stylistin ausgesucht.” Na dann.

FLAMING RED

Starke Kaufreflexe erzeugt die Show von Blacky Dress Berlin. Die Inszenierung zackig, die Schnitte z.B. der jeggings knackig, die Musik sehnsüchtig (u.a. „I wanna be your Man” von Willy Moon). Wir merken uns: den Haarteil-Pferdeschwanz trägt man jetzt im dezenten Kontrastton, die Lippen dunkelrot umrandet und Wolle im Farbton „Mystic Forest” gern in luxuriös fusseliger Mohair-Optik. Klasse: der flammend rote Hosenanzug mit Ton-in-Ton-Pullover. Wie ein rechter Haken von Regina Halmich, die in der ersten Reihe saß. Mein Musiktipp aus der Show: „Lovesick” von Lindstrom & Christabelle.


BRONZE LACE

Jorge González UND Bruce Darnell in einer Show? Na, da sollte ja zumindest kein Model stolpern bei Minx by Eva Lutz. Und das gute Karma der Model-Coaches wirkte. Auch im Publikum: die Schauspielerinnen Dennenesch Zoudé, Sabine Postel, Christine Neubauer und Sonja Kirchberger sowie die Moderatorinnen Caroline Beil und Annabelle Mandeng. Alle zusammen sahen sie im Finale Franziska Knuppe in einem traumhaften Kleid aus bronzefarbener Spitze.

GIRLS JUST WANT TO HAVE ...

Als Teenager der 1990er liegen mir Neonfarben natürlich sehr am Herzen. Und mit einem abstrahierten Leopardendruck als Untergrund machte das Label Barre Noire von Timm Süssbrich daraus wirklich einen modischen Frischekick. Und das Beste am Studio der Fashion Week ist, dass man als Fotograf und Blogger gleich fast ein eigenes Shooting daraus machen kann.

SIBERIAN GLAM 

Eisiger Wind fegte durch die Lautsprecher, man hörte Eis knacken. Nicht nur Jette Joop, Mirja Du Mont und Verena Kerth in der front row wunderten sich sicher, wie frostig die Kollektion von Designer Dimitrios Panagiotopoulos und seinem Label Dimitri wohl ausfallen würde. Kein Grund zur Sorge: Eine Dutt-Frisur mitten auf dem Kopf stolzierten viele der Models in üppigen Pelzen auf den Laufsteg. Viel spannender: der Inside-out-Mantel, der Uniformmantel in Eisblau und und das petrolfarbene Kostüm aus schwerem, kunstvoll verarbeitetem Leder. Auch ein Stretchkleid mit symmetrischem Print war gelungen, das violette Kleid aus Lametta-Fransen weniger. Hits dafür: die türkisfarbenen Rüschenkleider zum Schluss.

GREEN SHOWROOM

Eine Salonshow gediegenen Stils im Hotel Adlon Kempinski. Gern hätte man genauer gewusst, aus welchen Labels sich die gezeigten Outfits zusammensetzten. Besonders: ein grünes Kleid aus Wollfilz mit oversized Silhouette. Und die (Öko-?)Sonnenbrille! Mehr zum Event hier.



CATSUIT QUEENS

Das Design-Trio hinter Holy Ghost gibt einfach Vollgas. Auch diese Kollektion machte es leicht, sie zu mögen. Das erste Model wurde auf einem Hotel-Kofferwagen auf den Catwalk gerollt. An ihrer Figur lag‘s nicht, die Aktion war ein Showeffekt. Gesichtet u.a.: der Ochsenknecht-Clan minus Uwe und Minh-Khai Phan-Thi. „Where is my Man” fauchte Eartha Kitt im Showsoundtrack. Mit den Stretchkleidern (von oben bis unten gezipped), den fantastischen Catsuits in Seide oder Samt und einem Kauf-mich-Camelcoat aus nudefarbener Wolle und mit Oversized-Kragen dürfte einem Tête-à-tête zumindest modisch nichts im Weg stehen.

Fotos: Getty
By Siems Luckwaldt / Nahtlos!

Mercedes-Benz Fashion Week Tag 1 - Kilian Kerner

Gestern abend fand Kilian Kerners Show auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin statt. Die Show wurde musikalisch untermalt von der Berliner Band "Tunes of Dawn" und war 60er-Jahre inspiriert: Pilzköpfe und Sakkos zuhauf, dazu kubistische Abendkleidung. Auch Promis wie Anna Maria Mühe, Cosma Shiva Hagen und Johanna Klum ließen sich das nicht entgehen!

Klick dich durch unsere Galerie für die besten Bilder!

MBFW Tag3 - Siems Luckwaldt: Härtetest

Der Morgen nach der Michalsky StyleNite ist ein Härtetest für das eigene Beauty-Arsenal: Mit welchen Splashs, Lotionen und Feuchtigkeitsgels kriegt man sich bloß wieder in eine Tageslicht-taugliche Form? Doch der Reihe nach. Auch an Tag 3 der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin gaben sich die (Fach-)Besucher deutlich weniger gestresst, als sonst - dafür umso genussvoller - dem Modezirkus hin. Er begann mit der Show von Anja Gockel, deren treue Kundinnen für einen Platz am Catwalk gern längere Reisen auf sich nehmen. Fashion als Kurztrip-Happening.

Nach der Präsentation von Marc Philippe Coudeyre im beliebten Studio-Bereich zeigte das Label Blacky Dress - um zur Mittagszeit einer echten Entdeckung die „Arena” zu überlassen: Hannes Kettritz. Der junge Menswear-Designer punktete mit einer puristischen Sommerkollektion, die trotz der bunt geschminkten Augenbrauen seiner Models alles andere als verspielt war. Nein, was Kettritz zeigte - darunter ein präziser flaschengrüner Wildlederblouson, knackige Shorts und ein elfenbeinfarbener moderner Hochzeitssmoking - war im besten Sinne ready to wear und könnte direkt vom Laufsteg in den Laden!

Marc Philippe Coudeyre: Studio - Mercedes-Benz Fashion Week Spring/Summer 2013

Das junge Label MALAIKARAISS zeigte „off site”, und das war für viele eine zeitliche Herausforderung angesichts der (Über-)Fülle im Schauen-Programm. Eine Fashion Week zwingt den rasenden Reporter leider täglich zu harten Timing-Entscheidungen.

Malaikaraiss: Runway - Mercedes-Benz Fashion Week Spring/Summer 2013

Präsentiert von Mercedes-Benz und dem Magazin „Elle” sahen wir dann am frühen Nachmittag ein weiteres Highlight dieses überraschend spannenden Donnerstags. Der sympathische Kanadier Steven Tai, der jüngst erst das Modefestival in Huyères gewann, verzauberte uns mit seiner textilen Interpretation von Bücherwurm und Leseratte: Kunstvolle Avantgarde-Kleider, die aus dicken Stapeln von Stofflagen (wie Buchseiten) konstruiert waren und vor unseren Augen zu entstehen oder bereits zu zerfallen schienen. Ein Outfit aus sich elektrisch bewegenden goldenen Füllfedern sorgte für ein deutlich hörbares „Wow” im Publikum.

Steven Tai: Runway - Mercedes-Benz Fashion Week Spring/Summer 2013

Publikumsliebling Kilian Kerner, wie immer musikalisch live begleitet von Sänger und Kerner-„Spezi” Ben Ivory, widmete sich dem Thema Freiheit und schien sich selbst insbesondere bei seiner Damenmode freigeschwommen zu haben. Durch die Kollektionen for him and her zogen sich grelle Neon-Akzente. Angenehm auch: Humorige Elemente wie etwa sich küssende Fische auf Männerpullovern oder knallige Accessoires wie Vinylrucksäcke oder MacBook-Cases. Alle Models trugen (schmelzende) Eiswürfel an goldenen Ketten um den Hals - auch beim Styling der Show also ist Kerner noch entspannter geworden, und das tut ihm und seiner Mode gut.

Killian Kerner: Runway - Mercedes-Benz Fashion Week Spring/Summer 2013

Statt zu, Design-Duo Perret Schaad pilgerte ich zum denkmalgeschützten Babylon-Kino, wo Designer Patrick Mohr einen Modefilm mit Bonnie Strange und Wilson Gonzales Ochsenknecht uraufführte. Ein schräg-schönes, düsteres Werk, irgendwo zwischen „Phantom der Oper” und „Eyes Wide Shut”. Die stehenden Models in der Location trugen eine Kollektion mit frischen Prints und Unisex-Taschen, die bei mir akute Kaufreflexe auslösten. Bravo!

Während Frida Weyer ihren Sommer 2013 im Zelt an der Siegessäule präsentierte, hieß es für viele jetzt: umziehen für die StyleNite von Michael Michalsky im Tempodrom. Der Designer gönnte seinen Männer- und Frauenkollektionen diesmal getrennte Shows und bestritt den Abend somit modisch solo. Wie immer bewies Michalsky auch beim musikalischen Rahmenprogramm Trendgespür: Sowohl das Streichquartett Eklipse (mit Cover-Versionen von Pophits wie „Sweet Dreams” von den Eurythmics) und auch die Elektro-Dance-Combo Blitzkids waren echte Volltreffer. Zur Mode: Wer sich steifer Business-Garderobe verweigert und eher 24-Stunden-Outfits bevorzugt, der kommt an Michalskys Menswear kaum vorbei, die erneut Präzision hinter betonter coolness verbarg. Spot on dann auch die zarten Blumenprints bei den Damen (darunter, quelle scandal, ein hochschwangeres Model), Jäckchen mit aufgenähten Kristallblumen, Hosen in Mint-Metallic und eine Robe mit schwarzem Lederbustier und eingearbeitetem Ornament-Gürtel. Ein ausgewogenes Portfolio, über dass sich die Mehrheit im Publikum bei der anschließenden Party positiv äußerte.

Michael Michalsky: Tempodrom - Mercedes-Benz Fashion Week Spring/Summer 2013

Ob sich allerdings heute noch alle an die gestrige Nacht erinnern, ist fraglich ... Bis morgen, zum Finale!

Fotos: Getty Images

Tag Drei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Unser Gastblogger Siems von Nahtlos war wieder live dabei

Fashion Week January 20, 2012

Tag 3 beginnt beim Frühstück mit ein wenig Gossip, schließlich war gestern bei der Show von Guido Maria Kretschmer ein bizarres Potpourri deutscher C-Prominenz anwesend. Das muss bei einem Glas Latte erst einmal genüsslich ausdiskutiert werden. Hat Society-Tochter Chiara Ohoven wieder was machen lassen? Wieso erschien Designer Harald Glööckler im Dirigenten-Frack zum Mega-Iro? Und habt ihr gesehen, wie Jenny Elvers-Elbertzhagen Coiffeur-Legende Udo Walz mit genervtem Augenrollen beibrachte, wie man Fotos mit dem iPhoen macht? Hach, wat schön.
Die Mode von Guido Maria Kretschmer, kurz GMK, war inspiriert von der Mongolei, davon zeugte das verarbeitete schwarze Fell, das an die Bergrinder namens Yak erinnerte. Das Make-up? Hm, japanische Kabuki-Oper? Silbern abgedecktes Gesicht, aufgemalte eckige Brauen, lackrote Lippen. Auf Kretschmers Promi-Roben braucht derweil auch im kommenden Winter kein A- oder C-Promi zu verzichten, davon folgten so einige in einer Kollektion, der stilistisch bisweilen der rote Faden fehlte.

Während Shootingstar Hien Le im Studio-Bereich seine Kollektion ganz ohne Catwalk präsentierte, planten viele Besucher bereits ihr Berliner Nightlife. Der versiegte Regen erleichterte das ungemein.

Die Dämmerung hat die Stadt noch im Griff, als ich an Tag 3 meinen Reporter-Rucksack packe. IPhone, iPad und Aufnahmegerät für Interviews strotzen vor Akku-Energie, die Einladungskarten sind sortiert, der Journalisten-Ausweis für das Fashion-Week-Zelt baumelt wieder um meinen Hals. Auf geht's!


Lessja Verlingieri zeigte die Show ihres Labels Lever Couture im Soho Haus, Berlins entspanntem Hotspot (nur für Mitglieder) unweit des Alexanderplatzes. Startete ihre Show mit reduzierten Kleidern in elegantem Schwarz, Grau und leuchtendem Rot, ohne einen überflüssigen Millimeter Stoff, verfiel sie im Finale leider erneut in exzessive Haute-Couture-Manirismen. Tenor: Erst wenn eine Robe nicht mehr manövrierfähig ist, ist sie perfekt. Schade.

Der Rückweg geriet zur kleinen Tortur, nirgends ein aufnahmebereites Taxi. Mit einem Blogger-Kollegen hetzten wir bis zum Alex, wo man uns endlich einsteigen ließ.

So entgingen uns nur die ersten Outfits der Show von Patrick Mohr, ein Designer, der mit bizarr-verstörenden Performance-Spektakeln begann, als "Schreck der Fashion Week" so zu sagen, und nun eine ausgereifte, komplett tragbare Streetwear-Kollektion präsentierte, durch die sich sein dreieckiges Label-Symbol als Muster zog. Neu bei Mohr: reichlich Strick!


Vor der Show von Presse-Liebling Kilian Kerner spielte sich Sänger und Herzensbrecher Mads Langer bereits warm, Live-Musik gehört seit seinem Zelt-Debüt als fester Bestandteil in jede Kerner-Show. Und das ist auch gut so. Wollanzüge und -mäntel haben selten lauter "Kauf mich!" gerufen, die Hosenschnitte waren gewohnt präzise und knackig. Einzig auf einige glitzernde Showpieces hätte man verzichten können.

Rasch auf eine wärmende heiße Schokolade durch das Regenwetter ins Hotel Adlon, dann kurz Backstage einen Blick auf Vladimir Karaleevs Mode geworfen. Nach seiner Show rauschen alle zum Umziehen in ihre Hotels, aufrüschen für die Michalsky StyleNight im Tempodrom, in deren Rahmen auch die Kollektionen der Labels C'est tout und Roeckl zu sehen sein werden.

Wir lesen uns morgen ...

Mercedes-Benz Fashion Week Berlin: Kilian Kerner

Fashion Week July 08, 2011

StyleNotes Blog

Twitter