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This Month in Style - 2013: Ready, Set, Fashion

This Month in Style January 29, 2013

Fashion Week in Berlin, Männerschauen in Mailand, Haute Couture in Paris und eine neue (alte) First Fashion Lady in den USA - das frische Jahr 2013 läuft modisch gesehen bereits auf Hochtouren. Also fasten your seatbelts, wir starten in einen rasanten Januar-Rückblick auf This Month in Style.

Schöner Sneaker Shoppen

Puh, Fashion Stores müssen sich so langsam wirklich ranhalten, um uns Kunden nicht komplett ans world wide web zu verlieren. Das hat auch Turnschuh-Gigant Adidas begriffen und testete jüngst in London Touchscreens, auf denen man sofort sehen kann wie ein bestimmtes Modell funktioniert, welcher Top-Athlet dafür wirbt, welche Farben und Größen auf Lager sind und vieles mehr. Ergebnis: Der Test-Laden verkaufte in zwei Wochen mehr Sneaker als drei Filialen ohne Touchscreen in sechs Wochen. Macht euch also bereit für eine wahre Bildschirmlawine in euren liebsten Boutiquen.

Fendi-Fontäne

Nachdem sich Tod‘s-Boss Diego della Valle finanziell großzügig an der Renovierung des Kolosseums in Rom beteiligt, zieht eine weitere italienische Marke nach. Ganze vier Jahre lang will Fendi viele der zerbröselnden antiken Springbrunnen in Rom zu restaurieren helfen. Den Anfang macht der berühmte Trevi-Brunnen. Fendi-Designer Karl Lagerfeld wird zudem mit der Kamera die Schönheit der bekannten und versteckten Fontänen für einen Bildband einfangen. Höhepunkt ist schließlich 2015 eine Modenschau vor dem Trevi-Brunnen, pünktlich zum 90. Fendi-Jubiläum. Bravo!

Helden in Strumpfhosen

Macht euch bereit für ein neues Trendwort, liebe Männer: „mantyhose”. Angelehnt an das englische Wort für Damenstrumpfhosen - „pantyhose” - sind die hautengen fashion pieces ein echter Wachstumsmarkt: Hersteller Emilio Cavallini (oben) beispielsweise steigerte den Umsatz mit den unisex tights von 2011 auf 2012 um satte 30 Prozent. Und auch die deutsche Firma Medi freut sich über die wachsende Beliebtheit ihrer teils formenden, teils komprimierenden Fashion-Linie ITEM m6 (unten). Vor allem bei um ihre Venengesundheit besorgten Business-Reisenden. Dank Hightech-Fasern und attraktiven Mustern sind die einstigen Stützstrümpfe also im Mode-Mainstream angelangt.

Kirkwood for Men

„Nicht ohne Nicholas”, betonen Sarah Jessica Parker, Sienna Miller und Michelle Williams, wenn ihr Stylist sich um die Highheels für ein Event kümmert. Und wie die drei sind viele Stars und Sternchen in Hollywood und Europa den originellen Schuhdesigns des Briten Nicholas Kirkwood hoffnungslos verfallen. Nachdem er die Damenwelt um den Finger gewickelt hat, sind nun die Männer dran. Doch keine Angst, nach den Strumpfhosen von eben folgen nun keine Pumps for him, sondern sechs klassische Herrenschuhformen - vom Budapester über den Smoking-Slipper bis zum businesstauglichen Sneaker. Der Style: „Mein perfekter Kunde ist Jamie Hince, der Guitarist von The Kills”, sagt Kirkwood. Das erklärt dann auch den Spät-Punk-Look seiner Modelle, die sich Farben und Dessins aus den späten 1970ern und frühen Eighties leihen. Der Preis für die in Italien gefertigten Edeltreter: ab 520 US-Dollar.

Quo Vadis, Couture?

In jeder Saison die gleiche Diskussion: Ist Haute Couture nun ein wichtiges Kulturgut, das es unter allen Umständen zu erhalten gilt, oder ein staubiges Relikt längst vergangener Glanzzeiten der Mode? Und wie immer fällt die Antwort vage aus: Jein. Also lassen wir das und schauen rasch auf die Pariser Haute-Couture-Kreationen für den Sommer 2013. Der Schneematsch setzte den aufwändig austaffierten Branchenstars in der front row mächtig zu, Taxis waren auch so gut wie nie zu bekommen. Dafür entschädigten die Laufstegschauen in der französischen Hauptstadt. Die teilen sich übrigens stets in zwei Gruppen: die großen Modehäuser in der einen und die renommierten Einzelkämpfer sowie kleinere player in der anderen.

Die wichtigsten Kollektionen im Schnelldurchlauf: Bei Chanel gelang es Karl Lagerfeld abermals, das Heute mit Cocos Erbe zu verbinden. Einige seiner Abendkleider, stark beeinflusst von den 30er und 50er Jahren, entstanden in über 2000 Stunden (!) Handarbeit.

 

Das Können von Jean Paul Gaultier (60) wurde in seiner langen Karriere oft unterschätzt. Vielleicht, weil dem Designer oft die spektakuläre Show und extravagante Schnitte (Männerrock!) wichtiger zu sein scheinen, als das Zelebrieren des Modehandwerks. Doch seine von exotischen Ländern wie Indien inspirierte Couture ließ keinen Zweifel daran, dass Gaultier zu den ganz Großen seiner Zunft gehört!

 

Für Dior bewies der Belgier Raf Simons, dass er ein Gespür für die Trends der Straße hat und dieses Wissen in eine frische, klare, modernisierte Couture-Mode umsetzen kann. Kritiker warnten allerdings, der Unterschied zur Prêt-à-Porter von Dior sollte deutlicher betont werden.

Noch gar nicht so lange ist Giorgio Armani mit seiner Haute-Couture-Linie Armani Privé in Paris dabei - und doch reißen sich Filmschönheiten in aller Welt darum, eine seiner Schöpfungen über den roten Teppich zu tragen. Und für glamourösen Nachschub sorgte Maestro Armani: ob Hosenanzüge, deren Westen rückenlos ausgeführt waren, oder die intensiven Farben und Muster. Glänzend, opulent, einfach Armani at his best.

P.S. Der heißeste Gossip am Laufsteg in Paris: Der von Dior geschasste Designer John Galliano wird mit US-Robenkönig Oscar de la Renta zusammenarbeiten. Ob als Creative Director oder bloß Hospitant ist noch unklar.

Handbag-Überholspur

Golden Lane heißt das neue Accessoire-Label von Chris Liu und Tibor Matyas - und ich empfehle euch dringend, ihre von bekannten Londoner Stadtteilen inspirierten Taschen-Kreationen auf eure wishlist zu setzen. Praktisch: Alle Modelle von Golden Lane verfügen über zwei separate Fächer und machen das Organisieren eures stuff so kinderleicht. Und auch für Männer haben die zwei Designer eine eigene Linie parat: Chris & Tibor tauften sie ihre markante Kollektion für Kerle. Extrem nice! Momentan gibt‘s die Handtaschen von Golden Lane bei Barneys New York, Luisaviaroma und Shopbop.

Vive La Vanity France

Das Magazin „Vanity Fair” bekommt im Juli eine französische Schwester. Und die wird ganz schön teuer: Immerhin 15 Millionen Euro lässt sich der US-Verlag Condé Nast („Vogue”, „GQ”) die Geburt kosten. Ich hoffe, dass es dem Pariser Ableger besser ergeht als dem deutschen „Vanity”-Versuch ...

Bloß nicht 0815

Nachdem United Colors of Benetton 2011 Staatsmännern Knutschflecken verpasste und im letzten Jahr den „Arbeitslosen des Jahres” wählte, geht es in der neuen Kampagne fast brav zu. Aber auch nur fast. Benetton ist schließlich Benetton. Diesmal sind es mehr oder weniger bekannte Models, die ihr Gesicht von Fotograf Giulio Rustichelli ablichten ließen. Darunter Alek Wek, die sich für Flüchtlinge einsetzt. Das Transsexuelle Model Lea T aus Brasilien. Die Tunesierin Hanaa Ben Abdesslem, eines der seltenen muslimischen Models in der Industrie. Aus Deutschland ist Mario Galla mit dabei, der trotz Beinprothese Catwalk-Erfolge feiert. So lief Galla beispielsweise 2012 für Designer Michael Michalsky - in Shorts. Außerdem sind auf Plakaten zu sehen: Elettra Wiedemann, Tochter von Isabella-Rosselini, und Kiera Chaplin. I like!

Tell Us Teller

Das Schlusswort meiner Kolumne überlasse ich diesmal nur zu gern Star-Fotograf Juergen Teller. Der antwortete kürzlich auf die Frage des Magazins „AnOther” worauf er in seiner Arbeit stolz sei: „Wenn ich eine Idee habe, sie umsetze und das Ergebnis mag.” Wie bei diesem Foto mit dem Namen „Mother with Crocodile, Bubenreuth, Germany 2002” ...

In diesem Sinne wünsche ich euch funtastische vier Wochen bis zur nächsten Folge von This Month in Style. Stay stylish!

P.S. Wenn ihr mehr über die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin erfahren möchtet, dann empfehle ich euch meine Reports für die offizielle App der Modewoche. Klickt euch einfach durch Tag 1, Tag 2, Tag 3 und Tag 4.

Fotos: Adidas, Benoit Peverelli/Chanel, Chanel, Dior, Emilio Cavallini, Fendi, Golden Lane, ITEM m6, Juergen Teller, United Colors of Benetton

By Siems Luckwaldt / Nahtlos!

Get the Look: Miley Cyrus

beauty news December 28, 2012

Lust auf Rock 'n' Roll?
Shop den Punkige-Look von Miley Cyrus via ShopStyle:

1. Augenbraue Bleistift mit Pinsel von Lancombe
2. Maskara von Giorgio Armani
3. Christian Dior Lipgloss
4. Statement-Ohrring via Shopbop

Fashion Week Recap Part 5: Designer-Trends Sommer '13

Fashion News October 15, 2012

Metallic

Burberry Prorsum - SS 2013 - London Fashion Week

Wo es letzte Saison noch überall in Neon-Tönen leuchtete, schimmerte es diese Saison in Metallic-Variationen. In New York nur angedeutet, kam der Trend in London vor allem bei Burberry in Fahrt, war in Mailand bei Alberta Ferretti wie gemacht für den roten Teppich und wurde schließlich in Paris gekrönt von Alexander McQueens punkiger Versionen der Dior "New Look" Silhouette mit güldenem Bienenwaben-Muster.

Rodarte - SS 2013 New York Fashion Week / Giorgio Armani - SS 2013 - Milan Fashion Week

Alberta Ferretti - SS 2013 - Milan Fashion Week / Alexander McQueen - SS 2013 - Paris Fashion Week

Der Unterschied zu früheren Inkarnationen des Edelmetall-Looks: Im Frühjahr und Sommer 2013 kommt Metallic nicht glitzernd und funkelnd daher, sondern elegant schimmernd und dezent leuchtend. Statt reinem Gold, Silber und Kupfer reicht das Farbspektrum in dieser Saison von dumpfen Erdtönen bis zu bunten Knallfarben. Vielleicht die größte Neuerung ist aber Metallic für den Alltag - vor allem Giorgio Armani hat bewiesen, dass man mit den schimmernden Stoffen auch im Büro punkten kann, während Burberry den klassischen Trench umgekehrt mit Metallic partytauglich macht.

Prints, Schlangen und Streifen

Muster sind nächsten Sommer nicht mehr ganz so wichtig wie noch 2012, aber wer sich gerade erst so richtig an digitale Prints gewöhnt hat, wird auch nächsten Sommer wieder bei Proenza Schouler, Peter Pilotto und Mary Katrantzou fündig.

Proenza Schouler - SS 2013 - NYFW / Peter Pilotto - SS 2013 - LFW / Mary Katrantzou - SS 2013 - LFW

Nachdem wir uns in der aktuellen Saison vermutlich sehr schnell an Pünktchen satt sehen werden, können sich nächsten Sommer müde Augen auf einen neuen Print-Trend freuen: Streifen waren überall, vor allem in New York bei DKNY, Tommy Hilfiger, Marc Jacobs und Michael Kors.

Michael Kors - SS 2013 NFW / Marc Jacobs - SS 2013 NYFW / Tommy Hilfiger - SS 2013 - NYFW

Ihr liebt den aktuellen Leoparden-Print-Trend und wollt auch in der nächsten Saison exotische Tiere in Eurem Kleiderschrank? Dann könnt Ihr Euch jetzt schon über den Schlangen-Look freuen, der sich in einige Kollektionen eingeschlichen hat. Proenza Schouler in New York, Erdem und Preen in London und Gucci in Mailand stimmen sich mit Schlangenmuster auf das chinesische Jahr der Schlange ein. Die Pariser Designer dagegen begnügen sich nicht mit Print und schneidern lieber gleich aus echter Schlangenhaut, zum Beispiel in Form eines Pythonmantels bei Valentino.

Preen by Thornton Bregazzi SS 2013 / Erdem - SS 2013 - LFW

Valentino - SS 2013 - Paris Fashion Week

Foto: Getty Images

Designer-Quiz: Wie gut kennst Du Karl, Giorgio und Tom?

Umfrage November 04, 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir alle kennen die Kreationen von Karl Lagerfeld, Tom Ford und Giorgio Armani. Einige von euch haben vielleicht sogar das ein oder andere Designerteil von einem der drei Herren im Schrank hängen. Aber wie gut kennt ihr die Modeschöpfer wirklich?

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